Die Schweizer Armee soll nach dem Prinzip der strukturellen Nichtangriffsfähigkeit umgerüstet werden

Darum geht die Debatte


Das Prinzip der strukturellen Nichtangriffsfähigkeit beinhaltet die Idee, eine Armee so auszurüsten, dass sie wohl einen Verteidigungsauftrag noch erfüllen kann, das aber wo nur möglich auf alle Waffen verzichtet wird, die einen deutlichen offensiv-Charakter haben. Dies ist der anzustrebende Tatbeweis der "friedlichen Absicht". Kriege sind nur möglich durch Missbrauch einer "Verteidigungsarmee". Mit dem obigen Konzept kann ein Missbrauch massiv erschwert werden.
Nicht Abrüsten, sondern Umrüsten ist also eine Möglichkeit, Abrüsten braucht langwierige Verhandlungen und Verrtauen, Umrüstung auf strukturelle Nichtangriffsfähigkeit kann unverzüglich von jedem Land, das nicht gerade in einem Krisengebiet liegt autonom angegangen werden.
Dieses Konzept kann dann als weltweiter Standard eingefordert werden, die Schweiz mit ihrer derzeit einmaligen Sicherheitslage kann hier mit gutem Beispiel vorangehen und eine Modell-Armee nach diesem Konzept aufbauen.

Debatte http://schweizer-armee.politnetz.ch
Geschrieben 30. Juli 20:26, Christof Litz
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Überlegung:
Armeen bedingen sich gegenseitig. Es ist immer das Angriffspotential anderer, die überhaupt eine eigene Armee legitimieren. Hat diese dann selbst ein Angriffspotential, so entsteht eine ungünstige Wechselwirkung von gegenseitiger Legitimation.
Auch wenn die Schweiz für eine Angriff selbst zu klein ist, (dies auch kaum will), so ist die Art der Ausrüstung doch sehr stark mit Offensivwaffen bestückt. Nach dem Prinzip der gegenseitigen Legitimation von Armeen leistet die Schweiz hier daher keinen deeskalierenden Beitrag.
Gerade die spezielle Sicherheitslage mitten in Europa macht es aber möglich, hier einen Beitrag zu leisten im Aufzeigen einer Modell-Armee mit struktureller Nichtangriffsfähigkeit, die Schweiz könnte dann in der UNO für diese Konzept werben.
Es gibt so eine technische Möglichkeit, Angriffskriege weltweit massiv zu erschweren, man muss dies aber auch wollen, ich möchte schon.
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Ich hoffe, die "Zustimmungs-Punkte" bei diesem Beitrag beziehen sich nicht nur auf den Titel, sondern auf die unten angeführten "Überlegungen". Sonst wäre das missverstanden worden.
Christof Litz 31. Juli 2009 Verstoss melden
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Ein Missbrauch einer Verteidigungsarmee für einen Angriffskrieg ist nur möglich, weil die Waffensysteme dies zulassen.
Die Möglichkeit für so einen Missbrauch kann stark eingeschränkt werden, wenn konsequent auf jene Waffen verzichtet wird, die einen hohen Offensiv-Grad haben. Daher keine Flugzeuge, Flugabwehr ja. Keine Panzer, Panzerabwehr ja. Die Einbusse an Verteidigungsleistung ist mit einem "Heimvorteil" zu kompensieren. Ein 100%tiger Defensivcharakter der Waffensysteme ist dabei gar nicht nötig, es reicht, ein deutliches Überwiegen des def. Anteils.
Ins Gesetz gehört auch, dass jeder militärische Befehl, der ausserhalb der Landesgrenzen eine Wirkung hat, freiwillig zu sein hat. Dies macht es möglich, im Falle des Angegriffen werdens sogar mit Freiwillen-Verbänden ausserhalb der Landesgrenze prävemtiv zu operieren. In diesem legitimen Fall dürfte es an Freiwilligen auch nicht mangeln.
Die Wirkung eines solchen Regimes hat eine exponintielle Wirkung, je mehr Länder dies anwenden. Dies kann zu einem internationalen Standard erhoben werden.
In einer zukünftigen Phase können Militär-Aufwendungen so langsam weltweit auf ein absolutes Minimum gesenkt werden, die frei werdenden Mittel stehen zur Lösung der grossen Herausforderungen zur Verfügung: Hunger, Umwelt, Seuchen, Bewusstseinsbildung.
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Lieber Herr Jonas,
ich gebe Dir in allen Deinen Argumenten recht. Die Armee in der Schweiz ist zur Zeit dank Geld- und Feind-Mangel so weit zurückgefahren worden, dass ich das Thema auch einfach vergessen könnte, (unter Trachtenvereine abbuchen). Ich habe mir dann doch überlegt, ob mit dem "Vehikel" schweizer- Armee nicht vielleicht doch noch etwas Nützliches angefangen werden könnte, und bin so auf die Idee gekommen, eine Modell-Armee zu propagieren, die aufzeigen könnte, dass alle, welche dann NICHT auf dieses Modell einschwenken eben imperialistische Absichten haben. Ich möchte versuchen, so den "Legitimations-Druck" für Armeen mit grossem Angriffspotential zu erhöhen.
mit Gruss
Christof Litz 1. August 2009 Verstoss melden
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